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ein freund
..ein guter freund, mit dem ich eine zeit gegangen bin. wir sehen uns nicht mehr und wir sprechen nicht mehr, quasi gestorben. ich verfolge wie sein privatleben in der oeffentlichkeit breitgetreten wird und erheitere mich nicht ohne bitterkeit, ob der details die durch das holzige klopapier gehen. der blick auf die vergangenheit ist oft getruebt durch das was zuletzt passiert ist. man vergisst schnell die momente in denen wir wirklich komplizen waren und das universum unser spielplatz. wir sind einen lebensteil gewesen in dem die wege eine zeit gemeinsam verlaufen. getrennte wege, andere ziele, ferne orte ganz in deiner naehe. was tun wir, wenn uns zufaellig der weg kreuzt?
andere eher fluechtige bekannte die umme ecke wohnen sehe ich auch bisweilen. nicht dass ich sie nicht sehen will, aber was hat man zu reden wenn keine interessen geteilt werden. andererseits kann man nicht einfach so aneinander vorbeilaufen und so tun als ob man den anderen uebersehen haette. man redet blafasel und ruft sich mal anblablabla.
es gibt die man besser kennt als es einem lieb ist und an denen man gerne vorbeisehen wuerde. diese meistens sehr aufmerksame spezies kann man genuesslich mit einem fiesen spruch abfertigen. auf jeden fall nachtreten, nur um sicherzugehen auch richtig verstanden zu werden und weil es spass macht.
ich bin gerne nachts unterwegs, da bin ich fuer mir alleine in der stadt. ich sehe die gesichter der fremden xichta in der roehre, dralle kleine schicksen und entspannt lauernde schwarzfahrer. eine gruppe hoffnungsvoller nachwuchsgrattler, aufmerksam beobachtet von den knueppeltraegern am ende des zuges. ordnungsgemaess desastrierte sauftouristen, die das hofbraeuhaus ausgespuckt hat debattieren mit schweren zungen die wahl der fahrtrichtung, waehrend mir dieser txt durch den geist weht. behutsam greife ich das feine gespinst und lege es sorgfaeltig zusammen, damit nichts verloren geht und zuverlaessig zu txt wird..
:: gepostet von reefer am 24.4.03 um 1:41 AM ::
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vorab
passmalauf, bevor hier irgendwas läuft, solltest du eins wissen. genau. nimm erstmal deine finger da weg, auf diese billige tour gibts keine punkte. es ist nämlich so, dass ich kein normaler mann bin. nee, weder extrem groß noch besonders technisch trickreich, war mir aber klar dass du daran sofort denkst. im ernst, bei mir gibts im gegensatz zu den meisten typen eine verbindung zwischen schwanz und hirn. nee? doch, das gibts. schlimmer noch, es gibt auch eine zwischen schwanz und herz. doch. glaubste nicht? naja, woher sollteste das auch kennen. und, du ahnst es schon, der kreis schließt sich: es gibt sogar einen draht zwischen herz und hirn. jau. lass dir gesagt sein, diese kombi schafft mehr glück als jeder zusatz-zentimeter oder jede besonders kreative stellung. so, und jetzt zieh ab, komm meinetwegen wieder wenn du nicht mehr so auf den normalmann dressiert bist, denn: so billig bin ich mir zu teuer für dich.
:: gepostet von boah am 22.4.03 um 1:13 AM ::
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samstagabend
entweder muss ich noch kraeftig ueben in sachen alkohol oder ich sollte es ganz bleiben lassen. aber solche tage danach sind immer irgendwie so verschwendet. obwohl, irgendwie wars ja schon ein lustiger abend. zuerst grillfeier mit kollegen. ein unbekanntes gesicht, nette neue praktikantin, die es auch in die ferne verschlagen hat. aber immer umlagert von den kollegen. macht aber einen netten eindruck. trink ich halt ein bier in der zwischenzeit. die stunde schreitet fort, bier ist aus, leute sinds auch weniger geworden. rum-cola ist auch nicht schlecht. der harte kern stellt plaene fuer den angebrochenen abend auf. die praktikantin ist auch noch dabei. immerhin. wir ziehen in eine kneipe in der innenstadt. dort gibts becks. es lebe die globalisierung. auf dem fernseher laeuft bayern-dortmund. mit chinesischem kommentator. jemand hinter mir bruellt, es stellt sich raus, es ist ein dortmunder, sie liegen in fuehrung. naja, trinkt man mit ihm halt auch ein bier, um den zufall zu feiern. die praktikantin ist auch noch da, macht einen nicht mehr ganz so nuechternen eindruck. bewegt sich dafuer inzwischen geschmeidiger. sie meint, der chinese vorhin konnte nicht tanzen. ich weiss nicht so recht, was sie meint, aber sie fuehrt es vor. ich versuche es besser zu machen, scheint zu funktionieren. hm, geht so lambada? egal, macht spass. oh, das licht geht an, feierabend hier. was mach ma nu? sie hat hunger, will noch was essen. gut dass ich instant-nudeln daheim habe. wir huepfen in das naechste taxi, mir doch egal, was die kollegen machen. wir holen die nudeln, laufen dann aber doch noch zu ihr ins hotel, sie will lieber schlafen. danach meinungsaenderung, doch nudeln. der alkohol macht sich deutlich bemerkbar bei uns beiden. mir fallen die augen zu. als ich sie nach einer weile wieder aufmache liegt sie angekuschelt neben mir im bett. nach ein paarmal die augen zu und wieder aufmachen ist sie immer noch da. schoen eigentlich. kurz vor mittag stehen wir dann doch mal auf, ich bin zu fertig zum schlafen und wirklich gutgehen tuts mir auch nicht. ich beschliesse den heutigen osterbrunch mit dem chef ausfallen zu lassen. wir verabschieden uns, ich wanke noch hause, falle dort erneut ins koma. am abend telefonieren wir kurz, sie lebt noch, geht aber jetzt erstmal ins bett. wir sehen uns naechste woche dann. irgendwie doch ein lustiger tag. in der arbeit werde ich auf jeden fall jede aussage verweigern.
:: gepostet von wintermute am 20.4.03 um 5:07 AM ::
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