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möge der txt
mit euch sein



:: die geschäftsleitung informiert ::


ball der schwafler

gibbes doch in wien eine weblog konferenz. organisiert wird das von chefschwaflern und vorzeigelangweilern deren weblogs spontanen hirntod verursachen. ein paar bekannte laberer sind auch dabei. der schockwellenreiter, er quaelt sein publikum mit der taeglichen ration stahlarmierter langeweile an der sich seine putzerfische die nase reiben. und mit dem englischsprachigen weblog "aardvark", das von einem wiener betrieben wird haben sie mit sicherem griff den profillosesten labersack nominiert, den sie finden konnten. ein vorwand fuer geekiges rumwichteln und pflege soziokulturellen langweilertums auf internationalem niveau. dazu passt auch, dass in wien eine der groessten klaeranlagen gebaut wird. so kann die anfallende gequirlte scheisse auch schnell wieder verklappt werden bevor sie sich zu weit ausbreitet. stellt sich nur doch die frage, wo der herr p mit seinem sofa ist? ein brillanter langweiler wie seinereiner darf auf so einer wichtigen fachkonferenz nicht fehlen.

wir sind kein weblog auch wenn es so aussieht, weil uns fehlt was die herausragendste eigenschaft der gackerbuden ist. wir sind selbst ein wenig ungluecklich darueber, dass wir wir den patienten nicht das geben koennen was ihnen zusteht. wir wuerden sie so gerne zu tode langweilen, doch irgendwie mag uns das nicht recht gelingen. mag vielleicht daran liegen, dass uns bunt besser gefaellt als einheitslabergrau..

:: gepostet von reefer am 27.2.03 um 2:31 PM ::
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die geschaeftsleitung informiert


da der geschmacksenthaerter keine leser sondern patienten hat, gibt es auch keine autoren sondern therapeuten. diese sind ausschliesslich dem txt verantwortlich. in unserer hirnklempnerei wird nicht gegackert, hier droehnt die txtramme mit der wir therapieresistente gehirne eintreten.

die therapie wird niemals das objekt einer oeffentlichen diskussion sein. aus diesem grund wird es auch in zukunft keine kommentarfunktion geben, denn nach unserem verstaendnis unterliegt die kommunikation mit den patienten der schweigepflicht und wird ausserhalb der oeffentlichkeit gefuehrt.

unsere txte sind monologe, statements, tresenpredigten, generalbeleidigungen, handgeschmiedete schmaehungen und panzerbrechende phrasengewitter mit denen wir die patientengehirne fluten.

:: gepostet von reefer am 25.2.03 um 4:15 PM ::
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die macht des bla

..ich will schreiben, doch mir faellt nix ein. planlos stochere ich in meinem komposthaufen, nicht wie sonst mit der mistgabel, eher scharre ich mit den gummistiefeln lustlos am rand. txten ist mir manchmal ein geradezu koerperliches beduerfnis, dem heute der geist nicht folgen will und sich hartnaeckig weigert mitzumachen. normalerweise gilt die regel, dass ich dem koerper zeige wer der herr im haus ist, doch in diesem fall gebe ich mich bereitwillig den entzugserscheinungen hin und txte beharrlich ohne konkretes ziel und thema vor mich hin. noch laesst die inspiration auf sich warten und ich muss mich konzentrieren den duennen fast unsichtbaren faden nicht zu verlieren, der mir den weg durch das duesterneblige buchstabenmoor weist.

manchmal bilde ich mir ein, dass ein sonnenstrahl den dunklen pfad erhellt, auf dem ich entlang matsche doch dann stelle ich fest, dass es nur ein fehlgezuendeter geistesblitz war, der wirkunglos verpufft. lichtjahre von sinn und ziel entfernt schwafle ich froehlich vor mich hinpfeifend weiter um den heissen brei. der verstand will den txt nicht freigeben, doch ich lasse nicht locker und springe mit einem munteren satz ueber einen graben, der meinen weg kreuzt, in der hoffnung, auf der anderen seite die erhoffte eingebung zu finden. doch dort erstreckt sich die wueste der toten musen die mir mit ihrem gleissenden licht die letzte idee aus dem hirn brennt.

nur noch von blossem starrsinn und schmerzhaftem entzug getrieben schleppe ich mich weiter durch die endlose duenenlandschaft der toten geister, mit dem festen willen nicht nachzugeben bis ich die oase der schoenen gedanken erreiche. dort ist die quelle aus der frischer und klarer txt fliesst, der den ausgetrockneten geist erfrischt und mit neuen ideen versorgt.

ich bin sehr zufrieden mit meinem experiment, mit dem ich den beweis antrete, dass guter TXT zu jeder zeit in ausreichender menge vorhanden ist. man muss ihn nur zulassen und dem verstand klarmachen, dass es keinen sinn hat sich dem TXT zu verweigern. einem entschlossenen txter kann sich nichts entgegenstellen, das er nicht mit seinem ueberlegenen geist beseite fegt. gerade so wie sich der entdecker mit der machete seinen weg durch den dschungel hackt auf der suche nach der neuen inspiration die bereitliegt fuer den, der willens ist fuer sie alles zu geben..

:: gepostet von reefer am um 2:18 AM ::
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landflucht oder neue welt?

die menschen verlassen den osten. jeder versucht sein glück woanders, weit weg vom tristen leben in den dünnbesiedelten gebieten der früheren ddr. sie flüchten aus industriestädten, die inwischen nicht mehr sind als friedhöfe der industriesaurier, die von der evolution überholt wurden. dort gibt es keine arbeit und keine zukunft. so ist es nachvollziehbar, dass jeder, der kann, sich ein neues leben woanders sucht. laut studien sollen bis 2050 gerade mal noch 9 millionen menschen im gebiet der früheren ddr leben. die zurückgehende geburtenrate trägt ihr übriges dazu bei. schon vor 3 jahren hat die regierung deshalb beschlossen "wohnraum zurückzubauen". das heisst, ganze stadtviertel werden abgerissen. hauptsächlich plattenbauten, obwohl auch immer mehr innenstädte leerstehen. jetzt taucht eine neue radikale idee auf. wenn niemand dort unter den gegebenen umständen leben will, warum nicht wohnraum oder ganze ländereien verschenken an menschen, die ein leben dort dem leben in überfüllten städten mit allen vor- und nachteilen vorziehen? ein alternatives leben für aussteiger, die sich selbst versorgen oder kein problem damit zu haben weite strecken zurückzulegen um einkaufen zu können. eigentlich ein paradies für alle, die gefallen an postapokalyptischen science fiction szenarien haben. verfallende städte, korridierende industrieanlagen, dazwischen parzellen mit bestelltem land. expeditonen durch den verfall, bestaunen der baukunst vergangener zeiten, wundern über seltsame relikte einer scheinbar anderen welt. viele autoren haben eine solchen lebenstil beschrieben, jetzt könnte er wahr werden. ganz ohne grossen krieg und ausserirdische. kein träumen mehr von welten wie in "die dreibeiner" und dergleichen. diese welten gibt es. gleich nebenan. jetzt. ich muss sagen, der gedanke klingt verlockend...


:: gepostet von wintermute am 23.2.03 um 5:15 AM ::
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